Amoklauf

"Batman"-Star besucht Verletzte der Kino-Schießerei

Richter erlauben keine Kameras beim ersten Gerichtstermin des mutmaßlichen Amokläufers

- Der Star der "Batman"-Trilogie, Christian Bale, hat nach US-Medienberichten sieben Opfer des Kino-Amokschützen an ihrem Krankenbett besucht. Nach Angaben der "Denver Post" sprach der 38-jährige Oscar-Preisträger am Dienstagnachmittag (Ortszeit) rund zweieinhalb Stunden mit den Verletzten, ihren Ärzten und Pflegern in einer Klinik von Aurora, einer Kleinstadt bei Denver (US-Bundesstaat Colorado). Bale wurde von seiner Frau Sibi Blazic begleitet. Nach dem Besuch im Krankenhaus legte Bale an einer improvisierten Gedenkstätte in der Nähe des Kinos Blumen nieder.

"Es war gut für die Patienten", sagte der amtierende Leiter der Klinik, Bill Voloch, dem Blatt. "Wir hoffen, dass (der Besuch) heilsam für sie war." Schließlich hatten es sich die Betroffenen nicht nehmen lassen, zur mitternächtlichen Premiere des dritten "Batman"-Films am Freitag ins Kino zu gehen. Rund 15 Minuten nach Beginn der Vorstellung hatte der mutmaßliche Amokschütze James Holmes (24) das Feuer eröffnet und zwölf Menschen getötet. Weitere 58 Zuschauer wurden verletzt.

Orange gefärbte Haare

Wenn der mutmaßliche Amokschütze von Aurora das nächste Mal vor Gericht erscheint, dürfen weder Bilder noch Videos von ihm gemacht werden. Richter William Sylvester hat für den kommenden Montag, wenn die Anklage offiziell erhoben wird, alle Kameras aus dem Gerichtssaal verbannt, wie die "Denver Post" am Dienstag (Ortszeit) berichtete. Bei seiner Entscheidung habe der Richter den Wunsch der Anwälte von James Holmes berücksichtigt, schrieb das Blatt. Diese hätten sich dagegen ausgesprochen, Kameras zuzulassen. Bilder vom ersten Gerichtstermin des 24-Jährigen hatten Spekulationen ausgelöst: Holmes war mit grell orange gefärbten Haaren erschienen und hatte seltsam apathisch gewirkt. Er schien große Mühe zu haben, die Augen offen und den Kopf aufrecht zu halten. Wie der Fernsehsender ABC berichtete, verhält sich Holmes seit seiner Festnahme immer wieder "bizarr". Weil er wiederholt auf Gefängniswärter gespuckt habe, musste Holmes zeitweise eine Maske tragen, berichtete ABC unter Berufung auf nicht genannte Quellen.

Holmes soll bei dem Überfall auf das Kino mit einem Sturmgewehr, einer Schrotflinte und zwei Glock-Pistolen um sich geschossen haben. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie die Todesstrafe fordert.