Drama

70-jähriger stirbt bei Geiseldrama in Bremen - Bruder verdächtigt

Bei einer Geiselnahme ist am Sonntag in Bremen ein 70 Jahre alter Mann ums Leben gekommen.

- Spezialeinsatzkräfte der Polizei stürmten am Mittag ein Einfamilienhaus im Stadtteil Huchting und fanden dort die Leiche des Mannes im Keller. Der 63-jährige Bruder des Toten wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Er soll seinen sieben Jahre älteren Bruder nach Angaben der Polizei am Morgen als Geisel genommen haben.

Der mutmaßliche Täter ist ersten Erkenntnissen zufolge psychisch krank. Außerdem war er als Waffenbesitzer registriert, wie die Polizei mitteilte. Weitere Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt. Auch wie der 70-Jährige ums Leben kam, sei bisher unbekannt, so ein Polizeisprecher. Die Ehefrauen der Männer waren vor der Stürmung des Hauses in Sicherheit gebracht worden.

"Die Frau des Tatverdächtigen hat uns am Morgen informiert, dass ihr Mann sich mit seinem älteren Bruder im Keller verbarrikadiert hat", sagte ein Polizeisprecher. Daraufhin zogen die Beamten zahlreiche Einsatzkräfte zusammen und versuchten, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen. Dies gelang aber über einen langen Zeitraum nicht. Als die Beamten dann das Haus stürmten, fanden sie den 70-Jährigen tot im Keller. Die Mordkommission ermittelt.

Die Geiselnahme in Bremen weckt Erinnerungen an ähnliche Verbrechen in der Vergangenheit. Erst kürzlich kamen in Karlsruhe fünf Menschen bei einer Geiselnahme ums Leben. Bei der Zwangsräumung seiner Wohnung hatte ein 53-Jähriger den Gerichtsvollzieher, den Mitarbeiter eines Schlüsseldienstes, den neuen Wohnungsinhaber und einen Sozialarbeiter als Geiseln genommen. Den Sozialarbeiter ließ er laufen, die drei anderen Menschen sowie seine Lebensgefährtin erschoss er. Anschließend tötete er sich selbst. Zumeist kommen die Opfer jedoch mit dem Schrecken davon.