Unglück

Weitere Tote am Mont Blanc: Zwei Bergsteiger erfrieren

Nur wenige Tage nach dem schweren Lawinenunglück mit neun Toten am Montblanc sind dort erneut zwei junge Bergsteiger tödlich verunglückt.

- Bei den beiden Alpinisten handle es sich um einen Spanier und eine Polin, die auf einem Grat in 4400 Metern Höhe erfroren seien, teilten die Rettungskräfte am Sonntag mit.

Der Spanier und die Polin waren den Angaben zufolge Teil einer achtköpfigen Bergsteigergruppe, die seit Freitag wegen eines Sturms nahe dem Dôme du Goûter am Montblanc-Massiv festsaß. Die beiden wurden am Samstagabend erfroren auf dem Grat aufgefunden, der die Grenze zwischen Italien und Frankreich markiert.

"Als der Sturm aufkam, gelang es vier der acht Alpinisten, abzusteigen und Alarm zu schlagen", hieß es von den Rettungskräften im Aostatal. Zwei weitere hätten vom Personal einer Berghütte Hilfe erhalten. Alle sechs überlebenden Bergsteiger - eine Frau und fünf Männer aus Spanien und Polen - seien am Sonntagmorgen ins Krankenhaus von Aosta gebracht worden. Einer von ihnen erlitt schwere Verletzungen, schwebt aber den Angaben zufolge nicht in Lebensgefahr.

Erst am Donnerstag waren am Mont Maudit am Montblanc-Massiv neun Bergsteiger von einer Lawine in den Tod gerissen worden. Die Alpinisten waren in zwei Seilschaften von einer Hütte am Mont Maudit zu einer Bergtour auf den benachbarten Montblanc aufgebrochen. In 4000 Metern Höhe wurden die beiden Gruppen von einer Lawine erfasst. Drei Deutsche, drei Briten, zwei Spanier und ein Schweizer starben. Es war das schwerste Unglück in den französischen Alpen seit zehn Jahren.