Gewitter

Heftige Unwetter ziehen über weite Teile Deutschlands

Mehrere Verletzte in Bayern, Stromausfälle in Thüringen

- Schwere Sommergewitter und starke Regenfälle haben am Donnerstag weite Teile Deutschlands überzogen und zahlreiche Sachschäden verursacht. In Sachsen-Anhalt wurden Teile der Stadt Aschersleben überflutet. Die Kanalisation habe die starken Regenfälle nicht bewältigen können, sagte ein Sprecher der Polizei. In der Lausitz musste die Feuerwehr innerhalb weniger Stunden zu über 500 Einsätzen ausrücken, in Köln 350 Mal. In Dortmund blieb ein 67 Jahre alter Rentner mit seinem Auto in einer mehr als ein Meter hoch überfluteten Unterführung stecken. Er wurde von drei Jugendlichen gerettet, wie die Polizei mitteilte. An der Dortmunder Universität stürzten Teile einer Zwischendecke ein. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher. Die Feuerwehr habe Studenten gebeten, das Gebäude zu verlassen, den Strom abgestellt und Wasser aus dem Keller abgepumpt. Das Gebäude sollte am Freitag wieder freigegeben werden. Ein durch Blitzschlag umgestürzter Baum sorgte im Zugverkehr zwischen Essen und Bochum für Behinderungen. Züge wurden teils über Gelsenkirchen umgeleitet, es gab Verspätungen. In Oberbayern, der Oberpfalz und in Unterfranken wurden erhebliche Schäden angerichtet. Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll. Bei einem Verkehrsunfall wegen Aquaplanings verletzte sich eine Frau.

Heftige Gewitter zogen auch über Thüringen hinweg. In Teilen Ostthüringens stürzten Bäume um, liefen Keller voll und wurden Straßen überschwemmt. Im Raum Rudolstadt fiel zeitweise der Strom aus. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kamen innerhalb von nur einer Stunde teils mehr als 30 Liter Regen vom Himmel. Auch in Berlin gab es ein schweres Gewitter. Dort musste die Feuerwehr bis zum späten Abend aber lediglich zu 15 Einsätzen ausrücken, vor allem aufgrund von Wasserschäden.