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Großer Wurf: Privatier aus Köln ersteigert Kelly-Schloss Gymnich ++ Vorwurf I: Die Blackbox der "Costa Concordia" war defekt ++ Vorwurf II: Windräder töten 200.000 Fledermäuse im Jahr

Privatier aus Köln ersteigert Kelly-Schloss Gymnich

Die Kelly Familie ist Schloss Gymnich nun zehn Jahre nach ihrem Auszug endgültig losgeworden. Bei der Zwangsversteigerung am Amtsgericht Brühl wechselte das historische Wasserschloss am Dienstag für 3.050.000 Euro den Besitzer. Den Zuschlag erhielt ein Industrieversicherungsmakler aus Köln, der das Anwesen privat und als Hotel nutzen will. Die als Straßenmusiker bekannt gewordene Familie aus Irland hatte 13,1 Millionen Mark, also etwa das Doppelte, für den stattlichen Wohnsitz gezahlt. Zuvor hatte das Schloss als Gästehaus der Bundesregierung gedient.

Die Blackbox der "Costa Concordia" war defekt

An Bord des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" waren einem Zeitungsbericht zufolge sowohl die Blackbox als auch mehrere Navigationsinstrumente defekt. Deshalb könnten die Ermittler das genaue Geschehen in der Unglücksnacht nicht komplett nachvollziehen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Ermittler. Außerdem hätten Sicherheitstüren, die eigentlich geschlossen sein müssen, offen gestanden, berichtete die italienische Zeitung "Corriere della Sera". Die Reederei dementiert die Vorwürfe der Zeitung. Die Blackbox hätte zwar eine Fehlermeldung herausgegeben, sei aber voll funktionsfähig gewesen. Die "Costa Concordia" war im Januar vor der Insel Giglio gekentert. Bei dem Unglück kamen 32 Menschen ums Leben. Grund war vermutlich ein Fehler des Kapitäns.

Windräder töten 200.000 Fledermäuse im Jahr

Dem rasanten Zuwachs an Windkraftanlagen in Deutschland fallen immer mehr Zugvögel und vor allem Fledermäuse auf dem Weg von oder zu ihren Winterquartieren zum Opfer. Dies ergab eine Studie von Christian C. Voigt, Biologe am Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung. Von den jährlich hierzulande rund 200.000 durch Windkraft erschlagenen Fledermäusen - die meisten Arten gelten als gefährdet oder stark bedroht - stammt der Großteil aus dem Baltikum, Skandinavien und Russland. Zumindest während der Zugzeiten sollten die Anlagen abends für zwei Stunden abgeschaltet werden, schreiben die Berliner Forscher.