Rekordversuch

Haie, Quallen und Strömungen: Palfrey bricht Experiment ab

Australo-Britin Penny Palfrey hat nach 40 Stunden ihren Versuch abbrechen müssen, als erster Mensch ungeschützt von Kuba nach Florida zu schwimmen.

- Die 49-Jährige habe gegen Mitternacht aus dem Wasser gezogen werden müssen, da eine unerwartet starke Strömung eine Fortsetzung ihres Weges unmöglich machte, teilte ihr Team am Sonntag mit. Palfrey hatte bereits drei Viertel ihres Weges zu den Florida Keys zurückgelegt.

Die dreifache Mutter und zweifache Großmutter hatte ungeachtet gefährlicher Quallen und kreuzender Haie als erster Mensch der Welt ohne Schutzkäfig von Kuba nach Florida schwimmen wollen. Sie war am Freitag kurz nach Sonnenaufgang in der kubanischen Hauptstadt Havanna aufgebrochen. Bis zum Abbruch schwamm sie laut ihrem Team eine Strecke von 139 Kilometern - und brach damit immerhin ihren bisherigen Rekord von 110 Kilometern im offenen Meer.

Ihr ganz großes Ziel aber verfehlte Palfrey: Die Strecke von Havanna nach Key West ist 166 Kilometer lang und gilt als sehr riskant. Laut ihrem Team hatte die 49-Jährige die ganze Zeit mit Quallen-Verbrennungen zu kämpfen. Einmal wurden auch Haie in ihrer Nähe gesichtet.

Palfrey gilt als eine der weltweit besten Schwimmerinnen im offenen Meer. Am Sonnabend erreichte sie zwischenzeitlich eine Geschwindigkeit von 4,8 Kilometern pro Stunde, sie verlangsamte sich zuletzt aber auf 3,2 Kilometer pro Stunde.

Im Jahr 1997 hatte die 22-jährige Susie Maroney die Strecke von Kuba nach Florida geschafft. Die australische Marathonschwimmerin war allerdings zum Schutz vor Haien in einem Schwimmkäfig unterwegs.