Vermischtes

Hauptsache hässlich

Mugly ist der unattraktivste Hund der Welt. Die Besitzerin ist stolz darauf

- In gewisser Weise ist er eine lebende Legende. Zumindest unter den Hundebesitzern Englands. Diesen Status freilich hat der chinesische Schopfhund Mugly jedoch durch eine - nun ja - weniger schöne Eigenschaft inne: Der achtjährige Rüde ist schlicht hässlich. Und damit durchaus erfolgreich: 2005 wurde er bereits zum hässlichsten Hund Großbritanniens gekürt. Seinem Namen, der das englische Wort für "hässlich" ("ugly") vorsichtshalber gleich in sich trägt, machte er damit schon alle Ehre.

Nun aber ist Mugly, der in der Nähe von Cambridge lebt, da angekommen, wo nur wenige Hunde landen können und die meisten Besitzer darüber wohl auch froh sein dürften. Im kalifornischen Petaluma nahe San Francisco wurde Mugly zum "Hässlichsten Hund der Welt" gewählt. Gegen 28 internationale Mitbewerber setzte sich die britische Schönheit auf vier Pfoten durch.

Zu Recht, wie die Jury meinte: Mugly hat nur eine lange Augenbrauensträhne im sonst haarlosen Gesicht. Der Schwanz, der Hals - praktisch kahl. Die Schnauze ist schief, auf seiner rechten Seite zeigt Mugly Zähne, links nicht. Aber Schönheit (oder auch Hässlichkeit) liegen ja bekanntlich im Auge des Betrachters. Zumal die Wettbewerbe zum "hässlichsten Hund" von Tierschutzorganisationen immer wieder als geschmacklos kritisiert werden.

Muglys Frauchen Bev Nicholson jedenfalls strahlte trotzdem vor Freude, nachdem das Ergebnis in Kalifornien bekannt gegeben worden war. "In meinen Augen ist er von innen und außen wunderschön", sagte die Engländerin. Für seinen großen Auftritt in den Vereinigten Staaten wurde das dürre Tier zudem mit einem kleinen Zylinder und einem Pailletten-Umhang ausgestattet. Der Einsatz wurde mit einer Prämie von umgerechnet rund 1000 Euro und einem Pokal belohnt.

Das jedoch darf in Muglys Welt eher als eine Art symbolische Anerkennung betrachtet werden. Denn Mugly lebt auf großem Fuß. Im April 2011 heiratete er einen Yorkshire Terrier namens Lola. Und die Feier für die beiden Vierbeiner hätte durchaus auch einer menschlichen Hochzeit gut zu Gesicht gestanden: 20.000 Pfund (etwa 25.000 Euro) ließ sich das Frauchen des Braut-Terriers das Spektakel kosten.