Vermischtes

Nasen-OP: Attentäter Anders Breivik wollte "arischer" aussehen

Als "toleranten" und "netten" Menschen hat der ehemalige beste Jugendfreund vor Gericht den norwegischen Attentäter Anders Behring Breivik beschrieben.

- Breivik sei nicht besonders aufgefallen und habe nie Streit gesucht, sagte der 32-Jährige am Dienstag in Oslo. "Ich habe ihn nie als extrem erlebt", sagte der Freund, der Breivik nach eigenen Angaben drei Monate vor dem Anschlag zum letzten Mal traf. Bei diesem Treffen habe er "nichts Auffälliges" bemerkt.

Dem Schulfreund zufolge ließ Breivik sich 1999 als 20-Jähriger die Nase operieren, um "arischer" auszusehen. Breivik hatte dagegen als Grund für den Eingriff angegeben, ein Pakistaner habe ihm damals die Nase gebrochen. In Bezug auf seine Bekleidung beschrieb der Jugendfreund Breivik als "ein wenig seltsam". Der Attentäter habe unter anderem nachts in Bars Sonnenbrillen getragen. Die Wege der beiden Männer trennten sich 2003, als der Jugendfreund Breiviks ins Ausland ging. Nach seiner Rückkehr 2008 hatten sie nach Angaben des Zeugen nur noch sporadisch Kontakt.