Bergsteiger

Am Mount Everest stirbt erneut ein Deutscher

Expeditionsleiter brach sich das Bein beim Abstieg

- Am Mount Everest in Nepal ist erneut ein deutscher Bergsteiger tödlich verunglückt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts bestätigte am Donnerstag in Berlin einen entsprechenden Bericht von "Spiegel online". Nähere Angaben zu den Todesumständen, dem Alter des Mannes oder dem Todestag konnte die Ministeriumssprecherin nicht machen. Es soll sich bei dem Toten jedoch um den Expeditionsleiter eines Tourveranstalters handeln. Der Deutsche habe sich am Wochenende beim Abstieg vom Gipfel ein Bein gebrochen und sei an der Unfallstelle in 8610-Metern-Höhe gestorben.

Zuvor waren am Wochenende bereits vier andere Bergsteiger ums Leben gekommen, darunter ein 61-jähriger deutscher Arzt. Die meisten Todesfälle an dem 8848 Meter hohen Berg gehen auf das Konto der Höhenkrankheit: Die Bergsteiger verausgaben sich beim Aufstieg und haben kaum noch Kraft für den Abstieg ins Basislager. Wegen der extremen Kälte und des Sauerstoffmangels gilt es als unmöglich, in der sogenannten Todeszone jenseits der 8000-Meter-Grenze länger als 48 Stunden zu überleben. In diesem Jahr ist das Risiko am Mount Everest laut nepalesischer Regierung wegen heftiger Stürme und starken Schneefalls besonders hoch. Die Saison für die Besteigung des Mount Everest dauert normalerweise von Ende März bis zur ersten Juniwoche. Am vergangenen Freitag und Sonnabend herrschten das erste Mal in der laufenden Saison gute Aufstiegsbedingungen. Allerdings setzten am späten Sonnabend schwere Stürme ein.

Der Mount Everest wurde 1953 erstmals von Sir Edmund Hillary und seinem Sherpa Tenzing Norgay bezwungen. Seitdem schafften es rund 300 Menschen, den Gipfel zu besteigen. Durch Höhenkrankheit oder Stürze starben in den vergangenen 60 Jahren rund 250 Menschen an dem berühmten Berg.