Verkehr

In der Eifel wird für den Uhu wieder geblitzt

Neue Runde in einer Provinzposse aus der Eifel: Der umstrittene "Uhu-Blitzer" soll wieder in Betrieb gehen.

- Der Kreis Düren kündigte eine neue Verkehrsregelung für eine Landstraße bei Heimbach an, um die Radaranlage wieder einschalten zu können. Die neuen Temporegeln sollen dem Schutz der dort lebenden Uhus und den Bedürfnissen der Autofahrer gerecht werden. In nur zehn Monaten waren 7600 Autofahrer in die Falle gerauscht. Auf die Anlage hatte es eine Anschlagsserie gegeben, eine Autofahrerin klagte und hatte zunächst Erfolg.

Zum Schutz der nachtaktiven Uhus, die in Felsen an der Straße leben, dürfen die Autofahrer in Zukunft mit Einbruch der Dämmerung und in der Nacht nicht schneller als 50 Stundenkilometer fahren. Tagsüber soll Tempo 70 erlaubt werden. Diese Regelung wird wie vorher mit der Radarfalle überwacht. Bisher galt grundsätzlich Tempo 50. Das Verwaltungsgericht Aachen hielt Regelung und Radarfalle wegen eines Formfehlers für rechtswidrig. "Dämmerung ist ein dehnbarer Begriff", nannte der Sprecher des Kreises Düren, Josef Kreutzer, ein Problem der Neuregelung. Der Beginn der Dämmerung sei nicht statisch, sondern hänge von der Jahreszeit ab. Eine Lösung könnten elektronische Verkehrsschilder mit veränderbaren Anzeigen sein. Sobald eine Lösung gefunden sei, gehe die Radarfalle wieder in Betrieb.