Umwelt

Wasserqualität ist an Stränden auf Zypern am besten

Deutschland schneidet in EU-Studie schlechter ab

- Die Wasserqualität an den Stränden in den beliebten Reisezielen Spanien, Italien und Portugal ist gut. Das meldet die EU-Kommission, die ihren neuesten Bericht zur Qualität der europäischen Badegewässer vorstellte. Das sauberste Wasser finden Urlauber auf der Mittelmeerinsel Zypern - hier haben mehr als 99 Prozent der Badestellen exzellente Qualität.

Deutschland kann solche Spitzenwerte zwar nicht vorweisen, doch vom Sprung ins Wasser muss sich auch hierzulande niemand fürchten. Mehr als drei Viertel der deutschen Küstenbadestellen gelten als exzellent (75,3 Prozent). Das sind jedoch 5,2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die Mindestanforderungen in puncto Sauberkeit erfüllen aber 96,6 Prozent. Ausnahmen sind etwa der Nordseebadestrand Upleward bei Krummhörn in Niedersachsen. Hier stuft die Europäische Umweltagentur, die die Untersuchung durchführte, die Wasserqualität als schlecht ein. Die Messlatte sind dabei Bakterien, die auf Abwässer oder Gülle hindeuten.

Von den 2310 getesteten deutschen Binnen- und Küstenbadestellen erreichten 15 die per EU-Gesetz festgelegten Mindestnormen nicht. So sollte man an bestimmten deutschen Flüssen und Seen lieber nicht ins Wasser steigen, darunter die Kleine Badewiese an der Unterhavel in Spandau oder das Luisenbad in Schleswig. Obwohl sich die Zahl der empfehlenswerten Flüsse und Seen in Deutschland verringert hat, schafften jedoch mehr von ihnen Bestwerte. So schnitten von 29 am Bodensee getesteten Badestellen 26 mit "ausgezeichnet" ab.

Im europäischen Vergleich erhielten besonders die Niederlande, Bulgarien, Lettland, Luxemburg und Belgien schlechte Bewertungen. Den Badeurlaub an Hollands oder Belgiens Küsten sollte man sich aber dennoch nicht verderben lassen: Die schlechten Werte beziehen sich vor allem auf Gewässer im Inland. In ganz Europa zeigten 91,2 Prozent aller Badegewässer passable Werte.