Ranking

Umzingelt von mächtigen Frauen

Unter den fünf potentesten Prominenten im Showgeschäft ist nur ein Mann - Justin Bieber

- Es gibt wichtige Politiker. Es gibt bedeutende Persönlichkeiten. Und es gibt "mächtige Prominente". In dieser Kategorie zählen weder politische Macht noch gesellschaftliche Relevanz, sondern schlicht die Stellung im Show-Geschäft. Das US-amerikanische "Forbes"-Magazin stellt diese Liste der Eitelkeiten alljährlich zusammen. Das Ranking richtet sich dabei freilich nicht nach Talent oder künstlerischem Anspruch, sondern nach dem Einkommen der Stars und nach ihrer Popularität in den Medien. Dazu zählen Auftritte im Fernsehen, Magazin-Titelbilder und Internet-Präsenz. Und siehe da: 2012 hat es einen Machtwechsel an der Spitze der Promi-Parade gegeben.

Einflussreich und exzentrisch

Für das Showgeschäft gilt jetzt die Devise: Latina-Lady statt Lady Gaga. Denn Jennifer Lopez hat die exzentrische Sängerin als "mächtigste Prominente" abgelöst. Die 42-Jährige kletterte an die Spitze der Liste der einflussreichsten Prominenten. Die Vorjahressiegerin, die 26-jährige Lady Gaga, muss dabei nicht nur hinnehmen, dass sie die Krone der Klatschrangliste abgeben muss. Schlimmer noch, sie rutscht gar auf Platz fünf der Wertung ab.

Den zweiten Platz hinter Lopez belegt jetzt die legendäre US-Talkmasterin Oprah Winfrey, die als reichste und mächtigste Medienfrau der Vereinigten Staaten gilt. Sie hat sich aus einfachsten Verhältnissen zur vielfachen Milliardärin emporgearbeitet. Und so ist es das liebe Geld, dass Winfrey direkt hinter "J.Lo" katapultierte: Talkmasterin Winfrey verdiente von Mai 2011 bis Mai 2012 mit 165 Millionen Dollar (etwa 128 Millionen Euro) zwar das meiste Geld. Doch Jennifer Lopez machte bei einem Verdienst von "nur" 52 Millionen Dollar (etwa 40 Millionen Euro) weitaus mehr Schlagzeilen und Wirbel in der Presse und im Netz.

Zugute kam Lopez dabei sicherlich, dass sie in den USA als Jurorin der Castingshow "American Idol" eine sehr ausgeprägte Bildschirmpräsenz aufweisen konnte und, so das "Forbes"-Magazin, ihrer Karriere als Sängerin dadurch neue, wichtige Impulse geben konnte. Schließlich ist Lopez zwar noch nicht ganz so lange im Glanz- und Glamourgeschäft wie Oprah Winfrey, aber dennoch seit 1995 mit "Money Train" als Schauspielerin und seit 1999 mit "On the 6" als Sängerin erfolgreich. Die 58-jährige Oprah Winfrey bringt es immerhin auf fast 30 Jahre Fernsehkarriere, die 1983 als Nachrichtenmoderatorin in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland begann und kurz darauf über ihre "Oprah Winfrey Show" landesweit durchstartete. 40 Jahre jünger als Winfrey ist der Mann auf Platz drei: Teenie-Star Justin Bieber schaffte es zum zweiten Mal auf die seit 1999 erstellte Liste. Und ist damit unter den Top Five von "Forbes" der Hahn im Korb. Denn nach dem Kanadier folgt auf Platz vier Rihanna - und eben auf Platz fünf Lady Gaga. Die hat zwar mit etwa 40 Millionen Euro ungefähr genauso viel Geld gescheffelt wie Lopez. Doch zwei Argumente sprachen aus der Sicht von Forbes wohl deutlich für "J.Lo": Zum einen hat Lady Gaga mit ihrem aktuellen Jahresumsatz etwa 30 Millionen Euro weniger eingespielt als noch im Jahr zuvor. Zum anderen war Lopez durch - wohl auch gut dotierte - Werbeverträge etwa für L'Oreal schlicht präsenter.

Fernab der vorderen Ränge ist jedoch das Fegefeuer der Eitelkeiten bei Weitem noch nicht erloschen. Zumindest zwei Fälle seien daher noch erwähnt. Erstens: Angelina Jolie landete auf einem noch respektablen Platz 13. Ihr Verlobter Brad Pitt schaffte es lediglich auf Platz 28 und dessen Ex-Frau Jennifer Aniston musste sich mit Platz 22 zufriedengeben. Aus Sicht von Jolie also ein doppelter Trost dafür, die Spitzenplätze verpasst zu haben: Nicht nur den zukünftigen Ehemann, sondern auch dessen Ex in die Tasche gesteckt.

Und zweitens: Der neue "Two and a Half Men"-Hauptdarsteller Ashton Kutcher war durch die Trennung von Ehefrau Demi Moore im vorigen Herbst häufig in den Schlagzeilen. Mit einem Verdienst von etwa "nur" 18 Millionen Euro brachte er es auf den 51. Platz. Aber weil er gerade für eine weitere Staffel der Sitcom unterschrieben hat, dürfte es für ihn im kommenden Jahr wohl weiter nach oben gehen. Dass er allerdings Justin Bieber als Hahn im Korb unter den Top Five ablösen wird, scheint fraglich.