Legehennenbetrieb

Wieder tauchen PCB-Eier auf niedersächsischem Hof auf

Erneut sind in einem niedersächsischen Legehennenbetrieb Eier mit überhöhtem Gehalt von dioxinähnlichem PCB entdeckt worden.

- Erzeuger war ein Bio-Freilandbetrieb mit 18.000 Legehennen im Kreis Oldenburg, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Freitagabend mit. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der belasteten Eier bestehe aber nicht.

Entdeckt worden war die Überschreitung der erlaubten PCB-Werte Mitte der Woche bei der Untersuchung von Eiern in einem Discounter in Bayern. Die Werte überstiegen die von der EU erlaubte Höhe um 100 Prozent. Unmittelbar danach wurde verfügt, dass alle Eier von dem Hof im Oldenburger Land zunächst nicht in den Verkauf gelangen dürfen. Aus verschiedenen Abteilungen des Betriebs wurden Proben genommen. Mit Ergebnissen ist nächste Woche zu rechnen.

Zuletzt sind im April PCB-belastete Eier auf einem Hof in Niedersachsen entdeckt worden. Der Landwirt versuchte das Problem in den Griff zu bekommen, indem er etliche Legehennen keulte. Das Ministerium sperrte den Hof, da die Grenzwerte für PCB um das Doppelte überschritten wurden. 10.000 Eier gelangten noch in den Handel. Der Verzehr war allerdings ungefährlich.