Deal

Herzog von Palma will sich schuldig bekennen

Juan Carlos' Schwiegersohn sucht Deal mit der Justiz

- In der Affäre um unterschlagene Steuergelder strebt der Schwiegersohn des spanischen Königs Juan Carlos, Iñaki Urdangarin, nach Presseberichten einen Deal mit der Justiz an. Wie drei große spanische Zeitungen am Dienstag berichteten, will der Ehemann der Königstochter Cristina die Vorwürfe der Ermittler nicht mehr abstreiten.

Der frühere Handballstar und sein ehemaliger Geschäftspartner Diego Torres seien vielmehr bereit, sich als schuldig zu bekennen und sich dazu zu verpflichten, die unterschlagenen Gelder zurückzuzahlen. Im Gegenzug solle die Justiz den Beschuldigten eine Verurteilung zu Haftstrafen ersparen und es bei Bewährungsstrafen belassen, meldeten die Madrider Zeitungen "El País" und "El Mundo" sowie das in Barcelona erscheinende Blatt "El Periódico de Catalunya".

Der Herzog von Palma steht im Verdacht, als Chef einer gemeinnützigen Stiftung staatliche Fördergelder kassiert und einen Teil davon auf private Konten abgezweigt sowie in Steuerparadiese ins Ausland geschafft zu haben.

Der 44-jährige Urdangarin war der erste Angehörige des spanischen Königshauses, der in einem Finanzskandal als Beschuldigter vor Gericht erscheinen musste. Noch bei seiner Vernehmung im Februar hatte er alle Vorwürfe bestritten und versucht, die alleinige Verantwortung seinem ehemaligen Geschäftspartner zuzuschieben. Er konnte den Ermittlungsrichter aber nicht von seiner Unschuld überzeugen.