Spanisches Königshaus

Elefantenjäger Juan Carlos erneut an Hüfte operiert

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Rechtes Gelenk verschob sich bei "falscher Bewegung"

- Nach seinem Unfall bei einem umstrittenen Jagdausflug in Botsuana ist Spaniens König Juan Carlos erneut operiert worden. Aufgrund einer "falschen Bewegung" habe sich die rechte Hüfte verschoben, teilte der Palast in Madrid mit. Nach dem Eingriff konnte der 74-jährige Monarch am Freitag die Klinik wieder verlassen. Der König wurde den Angaben zufolge am Donnerstag erneut ins Krankenhaus eingeliefert und sofort operiert. Über Nacht sei der Patient dann zur Beobachtung in der Klinik geblieben, teilten die behandelnden Ärzte am Freitag mit. "Seine Entwicklung ist sehr zufriedenstellend." Deshalb habe der König am Vormittag das San-José-Krankenhaus in Madrid wieder verlassen können. Er müsse bis zur völligen Genesung intensiv weiterbehandelt werden, was aber ambulant geschehen könne.

Bei einer Jagdsafari in Botsuana war Juan Carlos Mitte des Monats gestürzt und hatte sich die Hüfte gebrochen. Er wurde per Nottransport nach Spanien zurückgebracht, im Krankenhaus erhielt er am 14. April eine künstliche Hüfte.

Wegen des Unfalls war bekannt geworden, dass der Monarch in Afrika an einer kostspieligen Elefantenjagd teilnahm, während sein Land unter einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise leidet. Dies erzürnte viele Spanier. Auch Tierschützer reagierten empört. So zeigte sich die französische Aktivistin Brigitte Bardot in einem offenen Brief an Juan Carlos "entsetzt und schockiert" über die Elefantensafari. Damit sei der Monarch "nicht mehr wert als ein Wilderer" und mache sich zur "Schande Spaniens". Angesichts der heftigen Kritik hatte sich Juan Carlos zu einer später von Kommentatoren als "historisch" eingestuften Entschuldigung durchgerungen. "Es tut mir sehr leid", hatte der 74-Jährige nach seinem ersten Krankenhausaufenthalt gesagt. "Ich habe einen Fehler gemacht. So etwas wird nicht mehr vorkommen."

( dpa )