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Vor Gericht

Der Fall Dieter Bohlen Der Produzent und Ernst August Prinz von Hannover gehen gegen eine Werbekampagne des Zigarettenherstellers Lucky Strike vor - und verklagen die Bundesrepublik. Im Fall Bohlen spielte die Werbung auf sein Buch "Hinter den Kulissen" an, das mit geschwärzten Passagen erscheinen musste. "Ich verstehe doch Spaß", sagte Bohlen der "Bild". "Aber der hört bei mir als Nichtraucher auf, wenn ein Tabakkonzern auf meine Kosten Werbung macht. Das finde ich nicht in Ordnung." Landgericht und Oberlandesgericht gaben ihm recht, der Bundesgerichtshof hob die Urteile auf, eine Verfassungsbeschwerde wurde abgewiesen. Bohlen ging nach Straßburg, um dort Schadenersatz einzuklagen. Ähnlich erging es Ernst August, der sich durch das Motiv - eine zerknüllte Schachtel und die Sätze "War das Ernst? Oder August?" - an den "sozialen Pranger" gestellt fühlte.