Unglück

Schock in Spanien: Königsenkel schießt sich in den Fuß

Der 13-Jährige muss in Madrid operiert werden

- Felipe Juan Froilán, ältester Enkel des spanischen Königs Juan Carlos, hat sich mit einem Gewehr versehentlich in den Fuß geschossen. Wie das Königshaus mitteilte, hatte sich der Unfall bei Schießübungen auf einem Landgut des Vaters des Jungen in der Gegend von Soria in Nordspanien ereignet. Der 13-Jährige sei in Madrid am Fuß operiert worden und müsse ein paar Tage im Krankenhaus bleiben.

Der Vorfall erinnert die Spanier an einen tragischen Unfall in der königlichen Familie im Jahr 1956. Damals war der jüngere Bruder des heutigen Königs, der 14 Jahre alte Alfonso, durch eine Schussverletzung gestorben. Im Beisein von Juan Carlos, der damals 18 Jahre alt war, hatte sich aus einer Waffe ein Schuss gelöst und Alfonso in den Kopf getroffen.

Felipe Juan Froilán steht auf dem fünften Rang in der spanischen Thronfolge, hinter seiner Mutter, der Infantin Elena (48). Die älteste Tochter des spanischen Königs hatte sich vor gut zwei Jahren von ihrem Mann, dem Bankier Jaime de Marichalar, scheiden lassen. Die Schießübungen hatte der Junge zusammen mit seinem Vater gemacht. Dabei löste sich nach Angaben versehentlich ein Schuss. Der Junge wurde von Schrotkugeln im rechten Fuß getroffen.

Die Polizei wies darauf hin, dass dem Vater eine Geldstrafe von bis zu 3000 Euro wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz drohe. Marichalar hätte seinem Sohn das Gewehr nicht geben dürfen, weil Kindern unter 14 Jahren die Handhabung von Waffen untersagt sei.

Königin Sofía sagte nach einem Besuch des Enkels im Krankenhaus: "Immer passiert mit Kindern so etwas." Felipe Juan Froilán gilt als ein temperamentvoller Junge. Ganz Spanien konnte beobachten, wie er bei der Hochzeit von Kronprinz Felipe mit Prinzessin Letizia vor knapp acht Jahren einem Cousin vor laufenden TV-Kameras Fußtritte versetzte.