Unfall

US-Kampfflugzeug stürzt über Wohngebiet ab

Piloten in Virginia retten sich mit Schleudersitzen

- Bei einem Flugzeugabsturz im US-Staat Virginia haben offenbar die Piloten der zweisitzigen Maschine ein schlimmeres Unglück verhindert: Das Kampfflugzeug der US-Marine vom Typ F-18 D stürzte kurz nach dem Start am Freitagmittag in Virginia Beach in einen Apartmentkomplex, mindestens sieben Menschen wurden verletzt. Mehrere Gebäude fingen Feuer. Der Leiter des Rettungsdienstes, Bruce Nedelka, sagte, die Piloten hätten Augenzeugen zufolge vor dem Absturz Treibstoff abgeworfen. Ansonsten hätte es vermutlich einen riesigen Feuerball gegeben. Berichte über Tote gab es zunächst nicht. Die Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Treibstoff sei auf Gebäuden und Autos am Unglücksort gefunden worden, sagte Nedelka. Das Feuer sei mittlerweile gelöscht. Rettungskräfte durchsuchten die Gebäude nun nach etwaigen Opfern. Drei Gebäude wurden zerstört und zwei schwer beschädigt.

Sechs Verletzte wurden ins Krankenhaus gebracht, darunter die beiden Piloten. Letztere seien nur zur Beobachtung in die Klinik gebracht worden, teile die Marine mit. Krankenhausangaben zufolge sind sie nicht in kritischem Zustand. Zwei Menschen würden wegen Rauchvergiftung behandelt, ein Mensch sei am Unglücksort ohnmächtig geworden und ein Polizist verletzt worden, berichtete das lokale Fernsehen. Auf Bildern waren Rauchschwaden an der Absturzstelle zu sehen, wo Dutzende Rettungswagen eingetroffen waren.

Eine Augenzeugin, die gegenüber des Unglücksorts wohnt, sagte: "Wir hörten diesen lauten Knall und schauten aus dem Fenster und da war Rauch überall am Himmel." Zwei Anwohner sagten der Tageszeitung "The Daily Press of Portsmouth", dass es den Anschein gehabt habe, der Jet "schwebe", bevor er abgestürzt sei. "Es war merkwürdig, aber wir machten uns keine Gedanken darüber", sagte einer der Männer. "Wir dachten, er mache Manöver."