Unwetter

Tornados wirbeln Lastwagen durch die Luft

Mehrere Verletzte nach schweren Stürmen in Texas

- Im US-Bundesstaat Texas haben Tornados schwere Schäden angerichtet. Mindestens zwei Wirbelstürme zogen am Dienstag durch die Metropolregion Dallas/Fort Worth, deckten Häuser ab und wirbelten Lastwagen wie Spielzeug durch die Luft, wie der US-Wetterdienst mitteilte. Wie durch ein Wunder gab es in dem Gebiet mit seinen rund sechs Millionen Einwohnern keine Toten. US-Medien berichteten lediglich von Verletzten.

"Wir haben Glück gehabt", zitierte der Sender CNN am Mittwoch Robert Cluck, Bürgermeister von Arlington, einem Vorort von Dallas. Hier seien zwar mindestens 150 Häuser beschädigt oder zerstört worden. "Es regnete und hagelte wie verrückt, plötzlich aber stoppte der Niederschlag - und dann brachen die Tornados über uns herein", berichtete der Augenzeuge Jonathan Cook aus Burleson dem Sender CNN. Fernsehbilder zeigten, wie der Sturm Bäume entwurzelte, Häuser abdeckte und Schulbusse, Lastwagen sowie Zugwaggons durch die Luft schleuderte. Selbst riesige Sattelschlepper flogen in die Luft, als ein Tornado ausgerechnet über ihrem Parkgelände niederging. Am internationalen Flughafen Dallas/Fort Worth wurden Hunderte Flüge abgesagt oder umgeleitet. Ein Sprecher des Flughafens teilte mit, Hagel habe mehr als 110 Flugzeuge beschädigt.

Offensichtlich hatten die meisten Einwohner die dringende Tornadowarnung des Wetterdienstes befolgt und sich rechtzeitig in Schutz begeben. Dagegen war der wirtschaftliche Schaden beträchtlich, wie die Behörden mitteilten. Anfang März waren bei einer verheerenden Tornadoserie im Mittleren Westen und im Süden der USA rund 40 Menschen ums Leben gekommen. Vor allem in den Bundesstaaten Kentucky, Indiana, Ohio und Alabama wurden ganze Dörfer buchstäblich dem Erdboden gleichgemacht.