Unglück

Marl: Ein Toter bei Kesselexplosion in Chemieanlage

Gefahr einer gigantischen Explosion ist gebannt

- Zwei von insgesamt drei nach dem Unglück zunächst Vermissten hielten sich laut Polizei zu Hause auf.

Ein Mitarbeiter sei "tödlich verletzt" worden, teilte der Chemiepark-Betreiber mit. Obwohl der Mann von Rettungskräften gesichtet wurde, war sein Schicksal zunächst unklar, da die Feuerwehr ihn nicht bergen konnte. Eines der Opfer liege noch "bewegungslos in der Anlage", hieß es dazu in einer Mitteilung des Betreibers, der kurz darauf den Tod des Mitarbeiters bekannt gab.

Zwei weitere zunächst Vermisste konnten einem Polizeisprecher zufolge zu Hause telefonisch kontaktiert werden. Laut Polizei gab es zudem zwei Verletzte, von denen einer am Samstagabend nach wie vor im Krankenhaus behandelt wurde; der andere sei bereits wieder aus der Klinik entlassen worden, teilte Infracor mit. Über Marl stand nach der Explosion eine zeitweise 100 Meter hohe Rauchwolke, die vom Wind in südliche Richtung getrieben wurde. Wie ein Sprecher des Chemieparks mitteilte, ereignete sich die Explosion um 13.40 Uhr in einer Anlage der Firma Evonik Degussa. Dort seien Vorprodukte für Kunststoffe hergestellt worden.