Schwerere Schäden

Fukushima: Kühlwasser in Reaktor sinkt

Tepco sucht immer noch nach einem neuen Chef

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Dies habe eine endoskopische Untersuchung ergeben. So stehe das Kühlwasser nur etwa 60 Zentimeter hoch. Die Regierung war von zehn Metern ausgegangen, als sie das Kraftwerk im Dezember für stabil erklärte. Arbeiter in Fukushima meldeten außerdem neue Lecks, aus denen verstrahltes Kühlwasser austrat. Teile davon flossen den Angaben zufolge ins Meer.

Tepco findet offenbar keinen neuen Chef. Die ungelöste Führungsfrage könnte beim krisengeplagten Konzern einen Sanierungsplan verzögern, in dem der Energieriese auch Staatshilfe über umgerechnet knapp neun Milliarden Euro beantragt, wie ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte.

Die Wahl eines neuen Vorstandschefs wird als wichtiger Punkt für den neuen Geschäftsplan gesehen, der Ende März erwartet wird. "Mit Blick auf Themen wie Atomkraftwerke und Strompreiserhöhungen gibt es eigentlich niemanden, der den Job wirklich übernehmen möchte", hieß es weiter. Nach Angaben aus Bankenkreisen könnte die Personalsuche nun von dem Geschäftsplan abgekoppelt werden. Die japanische Regierung will früheren Berichten zufolge das komplette Direktorium auswechseln, um die Verantwortlichkeiten im Management besser klären zu können.

Ein starkes Erdbeben hat am Dienstag wieder den Norden Japans erschüttert. Eine Tsunami-Warnung gab es aber nicht. Berichte über Schäden lagen nicht vor. Das japanische Wetteramt meldete, das Beben habe eine Stärke von 6,4 gehabt.