Trauerfeier

"Es ist zu viel Schmerz für einen Neubeginn"

Weiße Kindersärge in einer riesigen, dunklen Mehrzweckhalle am Stadtrand - das ist das Bild, das vielen Besuchern der Trauerfeier im belgischen Lommel für die Opfer des Busunfalls in der Schweiz im Gedächtnis haften bleiben wird.

Von der Schülerin, die die Schwestern von einem getöteten Mädchen trösten möchte, bis zu königlichen Hoheiten aus Belgien und den Niederlanden zollten am Mittwoch Tausende den Opfern Respekt. König Albert II. und Königin Paola von Belgien und Regierungschef Elio Di Rupo, Prinz Willem-Alexander der Niederlande und Prinzessin Maxima sowie der niederländische Ministerpräsident Marc Rutte verbeugten sich vor den Särgen. "Ganz Belgien ist traurig, wie unsere niederländischen Nachbarn", sagte der in Flandern höchst populäre Popsänger Koen Wauters von der Gruppe Clouseau - ein Teil der Opfer stammte aus dem Nachbarland.

"Die Familien haben mich aufs Neue gebeten, den Helfern in der Schweiz ihren Dank auszusprechen. Aber auch der ganzen Schweizer Bevölkerung, die uns ihre Sympathie gezeigt hat", sagte Lommels Bürgermeister Peter Vanvelthoven. "Es ist zu viel Schmerz für einen Neubeginn." Unter den Trauergästen waren auch die Schweizer Bundespräsidenten Eveline Widmer-Schlumpf und Vertreter der Rettungsdienste, die zu Dutzenden an den Ort des Unfalls geeilt waren.