Naturkatastrophe

Erdbeben der Stärke 7,6 erschüttert Mexiko

Mexiko ist am Dienstag von einem langen, schweren Erdbeben erschüttert worden. Es hatte nach Angaben der US-Erdbebenwarte eine Stärke von 7,6.

Das Zentrum lag in rund 18 Kilometern Tiefe 25 Kilometer außerhalb der Stadt Ometepec im südmexikanischen Staat Guerrero, wo nach vorläufigen Angaben rund 500 Gebäude beschädigt wurden. Tote oder Verletzte wurden nicht gemeldet. Auch in Mexiko-Stadt schwankten Gebäude, zu größeren Schäden kam es aber selbst bei den Nachbeben nicht. Eine Katastrophe wurde verhindert, da sich das Epizentrum in einem kaum bewohnten Gebiet und in großer Tiefe befand. Bei Ereignissen dieser Stärke rechnen Experten sonst mit Todesopfern. Das Beben, das im Januar 2010 Haiti heimsuchte, hatte die Stärke 7,0 - kostete aber 230 000 Menschenleben.

Das mexikanische Seismologische Institut meldete, auch in Oaxaca sei das Beben deutlich zu spüren gewesen. Präsident Felipe Calderón erklärte, es gebe keine unmittelbaren Meldungen über größere Unglücke. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Marcello Ebrard, twitterte: "Wir haben ein Erdbeben". Es gebe aber keine Probleme mit "strategischen Einrichtungen" wie dem Wassersystem. Das Telefonnetz in Mexiko-Stadt und anderen betroffenen Gebieten brach aber zusammen und der Betrieb am Flughafen war zeitweilig eingestellt.

Mexiko wird häufig von Erdbeben erschüttert. Erst am 10. Dezember 2011 hatte die Erde in Guerrero gezittert. Dabei starben mehrere Menschen, weitere wurden verletzt. Am 19. September 1985 hatte ein Beben der Stärke 8,0 große Teile von Mexiko-Stadt verwüstet - trotz großer Entfernung zum Epizentrum. Nach offiziellen Angaben gab es landesweit mindestens 9500 Tote.