New South Wales

Stärkster Regen seit 125 Jahren überflutet Teile Australiens

Weite Landstriche im Südosten Australiens sind nach den stärksten Regenfällen seit 125 Jahren überflutet. Teile von New South Wales, des größten australischen Bundesstaates, stehen unter Wasser, teilten die australischen Behörden am Samstag mit.

Etwa 3500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. In Sydney forderten die Behörden die Bewohner am nordwestlichen Rand der Stadt zur Evakuierung ihrer Häuser auf.

"Die Regenfälle betreffen 75 Prozent des Bundesstaates", sagte der Leiter der Katastrophenschutzbehörde von New South Wales. "Es hat über einen langen Zeitraum in einem bislang ungekannten Ausmaß geregnet", fügte Murray Kear hinzu. Seit dem Jahr 1886 habe es nicht mehr so stark geregnet.

Die Warragamba-Talsperre westlich von Sydney, eines der größten Wasserreservoirs der Welt, ist erstmals seit 14 Jahren gefüllt. Wasser fließe in den naheliegenden Fluss Hawkesbury-Nepean ab, berichtete die Behörde. Man erwarte, dass der Fluss in den nächsten 48 Stunden auf bis zu elf Meter anschwellen könne. Auch die Cotter-Talsperre in Canberra ist zum ersten Mal in ihrer 100-jährigen Geschichte bis zum Rand vollgelaufen.

In der Stadt Wagga Wagga im Süden von New South Wales droht der Murrumbidgee-Fluss über die Ufer zu treten. Soldaten türmten Sandsäcke vor gefährdeten Gebäuden auf. Ältere Einwohner aus der Umgebung wurden zur Sicherheit in einem Evakuierungszentrum untergebracht.

Örtlich fiel binnen weniger Tage so viel Regen wie sonst in einem Jahr. Am Sonntag und Montag könne sich die Lage in den überfluteten Gebieten bessern, sagten Meteorologen.