Diskriminierung

Hollywoodstars kämpfen auf der Bühne für die Homo-Ehe

So ein Theaterstück hat Los Angeles noch nicht gesehen: Oscar-Gewinner, Serienstars, Hollywood-Legenden und gleich mehrere "Sexiest Men Alive" sammeln sich bei einer einzigen Vorstellung auf einer Bühne.

George Clooney, Brad Pitt, Martin Sheen, Jamie Lee Curtis und Kevin Bacon sollen an diesem Samstagabend dabei sein im Stück mit dem schlichten Titel "8". Den Stars geht es um die Botschaft: Mit dem Stück von Oscar-Preisträger Dustin Lance Black ("Milk") wollen sie für gleichgeschlechtliche Ehen kämpfen.

In sieben der 50 US-Staaten können Homosexuelle heiraten, zudem in der Hauptstadt Washington. Neben Massachusetts ist New York der einzige größere Staat, der die Homo-Ehe erlaubt. Erst vor zwei Wochen gab es auch die erste lesbische und wenig später die erste schwule Heirat auf dem Empire State Building in New York, für viele Amerikaner der Ort zum Heiraten schlechthin.

Aber trotz der sprichwörtlich großen Gay Community in San Francisco und in West Hollywood ist eine Homo-Heirat auf der Golden Gate Bridge und am Sunset Strip unmöglich. Nicht einmal vier Monate war die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt, bevor eine Volksabstimmung - "Proposition 8" - mit knapper Mehrheit die Homo-Ehe wieder verbot. Seitdem kämpfen Aktivisten, unter ihnen viele Prominente, gegen "8".

"Ich dachte, wir sollten mal wieder ein Thema beleuchten, über das wir in nicht allzu ferner Zukunft lachen", erklärte Clooney sein Engagement. Bald werde man auf die Frage zurückblicken und es peinlich finden, sagte er der Zeitschrift "The Advocate", die sich für die Rechte Homosexueller starkmacht. Ob Schwarze, Frauen oder Homosexuelle: "Immer, wenn wir gegen Gleichberechtigung waren, lagen wir falsch. Den Leuten wird es bald peinlich sein, auf der falschen Seite gewesen zu sein."