Brit Awards

Adele - Viele Preise, wenig Worte und ein Stinkefinger

Die britische Sängerin Adele hat nach den Grammys nun auch bei den wichtigsten Musikpreisen ihrer Heimat abgeräumt. Die 23-Jährige wurde am Dienstagabend bei den Brit Awards in London als beste britische Künstlerin und für das beste britische Album ("21") ausgezeichnet.

Da sie ihre Dankesworte aus Zeitmangel abbrechen musste, war die Sängerin sauer - und zeigte vor laufenden Kameras den Stinkefinger. "Das ging nicht gegen meine Fans", sagte sie danach. "Es tut mir leid, wenn ich jemanden verärgert habe." Der Sender ITV, der die Preisvergabe live übertrug, entschuldigte sich wiederum bei Adele. Livesendungen seien auf die Sekunde geplant, und man sei zu dem Zeitpunkt schon in Verzug gewesen.

Schon bei den Grammys vergangene Woche in Los Angeles war Adele mit sechs Trophäen die große Gewinnerin. Adele und ihre Platte "21", zu der sie eine gescheiterte Beziehung inspirierte, setzten sich in London gegen Größen wie Kate Bush, Jessie J und Florence and the Machine durch.

Überraschungsgast Kylie Minogue überreichte Adele den Preis. Auch hier fühlte sich Adele benachteiligt: "Du siehst umwerfend aus", sagte Adele der britischen Zeitung "The Sun" zufolge. "Neben dir sehe ich wie eine Dragqueen aus."

Auch die Foo Fighters räumten nach ihrem Erfolg bei den Grammys erneut bei den Brit Awards ab: Nachdem die Band in Los Angeles bereits fünf Auszeichnungen eingestrichen hatte, wurde sie in London als beste internationale Gruppe gekürt.

Bester internationaler männlicher Künstler wurde Bruno Mars ("Tonight"). Zur besten weiblichen internationalen Künstlerin wählte die Jury Rihanna.