Unglück

Taucher suchen nach vermisstem Jungen in der Saale

Nach dem Tod eines Mädchens in der Saale in Weißenfels suchten Rettungskräfte am Montag weiter nach dem vermissten Bruder der Fünfjährigen. Die Polizei setzte einen Hubschrauber, Boote und Taucher ein.

Auch in Weißenfels selbst sowie in den Wäldern der Umgebung suchten Helfer nach dem Sechsjährigen. Die Mutter der Kinder wurde psychologisch betreut.

Der Junge war am Sonnabend zusammen mit seiner Schwester als vermisst gemeldet worden. Das Mädchen wurde in der Nacht zu Sonntag leblos aus dem Wasser gezogen. Alles deutete auf einen tragischen Unglücksfall hin. Hinweise auf ein Verbrechen lagen nicht vor. Die beiden Geschwister wollten am Sonnabend zu einem Spielplatz in der Nähe der Wohnung der Mutter, die noch drei weitere Kinder hat. Dort kamen sie aber nicht an.

Die Polizei schließt nach Angaben ihres Sprechers Ralf Karlstedt nicht völlig aus, dass der Junge noch am Leben sein könnte und sich möglicherweise aus Angst versteckt hält. Allerdings war es in Weißenfels bitterkalt. Unweit des verwaisten Spielplatzes hatten am Montag Anwohner Kerzen und Blumen aufgestellt. Auch ein grauer Spielzeugelefant und ein Tiger aus Plüsch erinnerten an die Geschwister. Schaulustige verfolgten die Suche der Polizei.