Kriminalität

Antike Schätze aus Museum in Olympia gestohlen

Aus einem Museum in der griechischen Stadt Olympia sind bedeutende antike Schätze gestohlen worden. Zwei maskierte Männer hätten am Freitagmorgen 68 Objekte aus Ton und Bronze aus dem Museum der Geschichte der antiken Olympischen Spiele entwendet, teilte die Polizei mit.

Nach Angaben aus Regierungskreisen reichte Kulturminister Pavlos Geroulanos seinen Rücktritt ein.

Der Bürgermeister von Olympia, Thymios Kotzias, sagte, die gestohlenen Stücke seien von "unschätzbarem Wert". Die mit einem Gewehr bewaffneten Räuber hätten die einzige Museumswächterin überwältigt, als sie zu ihrer Schicht am Morgen eintraf. Zuvor hätten sie die Alarmanlage ausgeschaltet. Dem staatlichen Fernsehsender NET sagte der Bürgermeister, das Sicherheitspersonal sei "eindeutig unzureichend" gewesen, um einen "nationalen Schatz" zu bewachen.

Kulturminister Geroulanos eilte umgehend zum Ort des Geschehens. Unklar war zunächst, ob Ministerpräsident Lucas Papademos das Rücktrittsgesuch seines Ministers annahm. Olympia liegt rund 300 Kilometer südwestlich von Athen entfernt. In dem Museum werden fast 500 Objekte wie Diskusscheiben und Tongefäße ausgestellt, die bei den antiken Spielen benutzt wurden.