Urteil

Frau verliert Prozess um rutschende Hose

Rutschende Hosen - vor allem für schwangere Frauen ein Ärgernis. Doch so nervig dieser Umstand auch sein mag, ist die Hose deshalb mangelhaft?

Nein, befand das Amtsgericht München und wies die Klage einer Frau zurück. Die Münchnerin hatte kurz vor der Geburt ihres Kindes eine Schwangerschaftshose gekauft. Weil das 119 Euro teure Stück ständig über ihre Hüften glitt, verlangte sie ihr Geld zurück, allerdings ohne Erfolg.

Auch vor Gericht hatte sie das Nachsehen. Angesichts der anatomischen Besonderheiten jeder Frau sei "das Nichtrutschen einer Schwangerschaftshose keine grundlegende Eigenschaft", die bei einem Kauf erwartet werden könne, befand der Richter in dem am Montag veröffentlichten, bereits rechtskräftigen Urteil vom Dezember. Gerade im Zustand einer Schwangerschaft sei die Passform einer Hose individuell sehr unterschiedlich, heißt es in der Entscheidung weiter. Ein Rückgaberecht komme nur in Betracht, wenn im Einzelfall das Nichtrutschen zugesichert worden sei.