Manchester

Diebe graben 30 Meter langen Tunnel zum Geldautomaten

Wie die Panzerknacker: Diebe haben in Manchester einen 30 Meter langen Tunnel zu einem Geldautomaten gegraben, um sich ungestört am Inhalt bedienen zu können.

Es dürfte bis zu einem halben Jahr gedauert haben, den Tunnel unter einem Haus zu bauen. Nach Recherchen britischer Medien dürfte sich die Beute auf lediglich 6000 Pfund (7200 Euro) belaufen haben.

Der Startpunkt des Tunnels lag an einem Bahndamm hinter der Videothek, in der der Geldautomat stand. Von dort führte er unter einem Parkplatz und den Fundamenten des Ladens hindurch. Unter anderem mussten sich die Diebe durch rund 38 Zentimeter Beton bohren. Das Geld holten sie von unten direkt aus dem Automaten. Der Gang war etwa 1,2 Meter hoch, mit Licht ausgestattet und mit Dachstützen gesichert. Die Tunnelbauer sollen sogar kleine Löcher in den Fußboden des Ladens gebohrt haben, um zu schauen, wie weit sie schon waren.

"In all den Jahren bei der Polizei habe ich noch nie etwas derart Aufwendiges gesehen", sagte Ermittler Ian Shore. Die Täter seien sicher mit deutlich weniger Geld davongekommen, als sie sich erhofft hätten. "Im Automaten war nicht mehr so viel drin."