Kefenrod

Domino-Rekord drängt Berliner aus "Guinness-Buch"

Das Umstürzen eines markierten Dominosteins nahe dem Zentrum der Spirale lässt Patrick Sinners Augen aufleuchten.

"Das ist jetzt Guinness-Weltrekord", sagt der 15 Jahre alte Schüler leise, denn die Klötzchen fallen noch immer. Am Ende sind am Freitagabend in der Mehrzweckhalle von Kefenrod im Vogelsberg 30 000 zu einer Spirale aufgestellte Dominosteine der Reihe nach umgekippt. Zuvor hatte der Büdinger Notar Richard Trunk den ersten Klotz angestoßen, der eine Kettenreaktion auslöste und 29 999 andere Acrylquader mit sich riss.

Zusammen mit seinem Team, fünf Schulfreunden, wird Patricks wochenlang vorbereitete Aktion Eingang in das nächste "Guinness-Buch der Rekorde" finden, das im September erscheint. Voraussetzung dafür ist, dass sich Notar Trunk in der Nacht zum Sonnabend nicht vertan hat, denn mit seiner Zählung musste er über die bisher von einem Berliner gehaltene Rekordmarke von 28 900 Steinen hinauskommen. Genau 30 000 Plastikvierecke, das weiß Patrick wegen der Zahl geleerter Klötzchenkartons, hatte das Team vier Tage lang auf dem Hallenboden in einer Schneckenlinie aufgestellt.

Und alle sind gefallen. Notar Trunk hat die von Patrick ausgewiesenen 30 000 Steine gezählt, wie er am Sonnabendmorgen bestätigt. Zusammen mit einer Videoaufzeichnung des Spektakels wird der Notar seine Beurkundung an den Hamburger Guinness-Buch-Verlag schicken, der sich für eine Überprüfung sechs Wochen Zeit nimmt. Danach geht der Rekord schon mal online. "Zur Überprüfung wiegen wir die Klötzchen zusätzlich", sagt Trunk. Die 30 000 Steine kosteten fast 1400 Euro. Patricks Großvater hat sie spendiert.