Ermittlungen

Zwei Festnahmen nach Augsburger Polizistenmord

Zwei Monate nach dem Mord an einem Polizisten in Augsburg steht die Tat vor der Aufklärung. Zwei Tatverdächtige wurden am Donnerstag festgenommen, wie die Polizei bestätigte. Der Zugriff erfolgte um die Mittagszeit durch ein Spezialeinsatzkommando aus München.

Einer der Verdächtigen wurde in Augsburg in seinem Auto an einer roten Ampel überwältigt, der zweite in der Nachbarstadt Friedberg auf einem alten Bauernhof eines Verwandten. Nach Medieninformationen sollen die beiden Männer dem Augsburger Kriminellenmilieu entstammen. Einer von ihnen soll bereits 1975 einen Beamten erschossen haben.

Der Augsburger Polizist Mathias Vieth war in der Nacht zum 28. Oktober nach einer Verfolgungsjagd von zwei Unbekannten erschossen worden, seine Kollegin wurde schwer verletzt. Die Täter ließen ihr gestohlenes Motorrad zurück und flüchteten zu Fuß.

Möglicherweise ist einer der beiden jetzt Festgenommenen ein Wiederholungstäter. Er soll schon vor über 30 Jahren bei einer Polizeikontrolle einen Beamten erschossen haben. Der Mann soll einen damals 31 Jahre alten Polizisten getötet haben und sei dafür zu lebenslanger Haft verurteilt worden, schreibt die "Augsburger Allgemeine". Bei der Tat im Jahr 1975 hätten die beiden Männer demnach eine Tankstelle an einer Autobahnraststätte überfallen wollen, als zufällig eine Polizeistreife vorbeigekommen sei. Aus dem Gebüsch hätten sie dann das Feuer auf zwei Polizisten eröffnet und einen 31 Jahre alten Polizeiobermeister erschossen.

Bei den jetzt Festgenommenen handele es sich laut "Augsburger Allgemeine" demnach um ein Brüderpaar im Alter von 53 und 58 Jahren. Bei einer ersten Vernehmung hätten sie geschwiegen. Die Polizei wollte sich nicht zu den Informationen äußern.