Rügen

Erneute Suche nach Mädchen auf Rügen bislang erfolglos

Die am Donnerstag an Rügens Kap Arkona wieder aufgenommene Suche nach einem zehnjährigen Mädchen blieb bislang erfolglos.

Auch nach fast neunstündigem Einsatz am Strand unterhalb der Steilküste hätten die Einsatzkräfte keinen Hinweis auf das vermutlich verschüttete Mädchen entdeckt, sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb. Weitgehend abgesucht sei inzwischen eine bestimmte Stelle in den Schuttmassen, an der am Dienstag die Spürhunde angeschlagen hätten. Der Einsatz soll auch in den Nachtstunden im Licht aufgestellter Suchscheinwerfer fortgesetzt werden. Inzwischen seien die nahezu pausenlos grabenden Helfer von Feuerwehren durch neue Kräfte ersetzt worden, die mit Spaten, Schaufeln und Stangen graben.

Gegen Abend hatte das Technische Hilfswerk (THW) leichte Räumtechnik in den schwer zugänglichen Strandbereich gebracht, darunter ein kettenbetriebenes Amphibienfahrzeug mit einer Baggerschaufel. Zur Unterstützung wurde erneut eine Hundestaffel herangezogen. Insgesamt sind am Kap Arkona etwa 80 Helfer von Feuerwehr, Polizei und THW tätig. "Wir hoffen sehr, dass der Regen über Nacht nicht stärker wird und der Wasserpegel am Strand nicht wieder steigt", sagte Hartlieb. Anderenfalls müssten die Arbeiten wieder unterbrochen werden, weil die Sicherheit der Männer unterhalb des instabilen Kliffs nicht gewährleistet sei.

Das Kind war am Montag bei einem Abbruch von mehreren Tausend Tonnen Kreide verschüttet worden. Seine mit ihm am Strand spazierende 41-jährige Mutter erlitt Knochenbrüche und wird nach mehreren Operationen mit der 14-jährigen Tochter in Greifswald behandelt.