2011

Der etwas andere Jahresrückblick

Pony des Jahres

Ein aus einem Zirkus ausgerissenes Pony hat sich in Nordhausen eine Straßenbahn als Fluchtfahrzeug ausgesucht. Der Fahrer staunte, als der junge Hengst am Montag zusammen mit Fahrgästen auf die Bahn wartete. Als sich die Türen öffneten, wollte das Tier dann tatsächlich einsteigen, teilte die Polizei mit. Fahrgäste und Straßenbahnfahrer hielten das Pony zurück. (29. Juni)

Beziehung des Jahres

Höckerschwan Schwani (8) aus dem Münsterland ist verliebt in einen Traktor. Sobald in der Kleinstadt Velen der Motor des kleinen blauen Traktors knattert, folgt der weiße Vogel dem Gefährt durch die Grünanlagen eines Hotels. Schon seit sechs Jahren watschelt Schwani dem Traktor und dem Hausmeister im Führerhaus hinterher und lässt sich nicht entmutigen. (12. April)

Ordnungswidrigkeit des Jahres

Weil Papst Benedikt XVI. bei seiner Freiburg-Visite im Papamobil nicht angeschnallt war, ist er bei der Stadt wegen einer Ordnungswidrigkeit angezeigt worden. Den entsprechenden Bericht der "Westfälischen Rundschau" bestätigte eine Sprecherin der Stadt. Die Anzeige werde bearbeitet. (26. November)

Seniorin des Jahres

Eine couragierte 87-Jährige hat in Bayreuth ein Erpressertrio in die Flucht geschlagen. Unter einem Vorwand waren die Jugendlichen im Alter von 15, 16 und 19 Jahren in ihre Wohnung eingedrungen. Einer der Täter zielte mit einer Schusswaffe auf die Seniorin und sagte: "Wir brauchen Geld." "Ich auch", konterte die Frau und schlug dem jungen Mann die Waffe aus der Hand. Daraufhin flüchteten die Räuber. (29. Januar)

Striptease des Jahres

Mit einem Striptease über den Wolken hat eine betrunkene Russin ein Flugzeug von Moskau nach London kurz nach dem Start zur Landung gezwungen. Die 39-jährige Tatarin begann sich auszuziehen und sich dann mit einem erotischen Tanz an Reisende heranzuschmeißen. Zudem habe sie Männern ihre Brillen abgenommen, hieß es nach Polizeiangaben. Die betrunkene Frau aus Kasan, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan, erhielt eine Anzeige wegen Rowdytums. (29. August)

Hilferuf des Jahres

Weil er keinen Sex mit seiner Ehefrau mehr will, hat ein Mann in Baden-Württemberg die Polizei alarmiert. Seit vier Jahren schläft er im Wohnzimmer und fühlt sich seit Langem beherrscht und gedemütigt. Seine Frau sei immer wieder nachts zu ihm gekommen und habe Sex gefordert. Nun sollte die Polizei "ihn bei der Durchsetzung seiner Nachtruhe unterstützen". (27. Januar)

Irrtum des Jahres

Eine philippinische Diözese hat die Internet-Endungen .com und .net verwechselt und Gläubige aus Versehen auf eine Porno-Webseite gelotst. Wer die Amtseinführung des neuen Erzbischofs live verfolgen wolle, möge Tvmaria.com anschauen, empfahl die Diözese am Montag. Dahinter verbirgt sich aber ein Pornokanal. Wie sich herausstellte, heißt die richtige Seite Tvmaria.net . Die Sprecherin der Diözese entschuldigte sich. (13. Dezember)

Ausbruch des Jahres

Zwei Einbrecher sind in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá auf der Flucht vor Verfolgern ausgerechnet in ein Gefängnis geflüchtet. Die beiden Männer kletterten über eine Mauer, die zu der Haftanstalt La Picota gehörte. Dort lösten sie Alarm aus und wurden sofort gefasst. Voraussichtlich können sie nun gleich dort bleiben - um ihre Haftstrafe für den Einbruch abzusitzen. (10. Februar)

Verwechslung des Jahres

Gleich mehrere Autofahrer wollten am Samstag auf der A 45 bei Olpe einen Elefanten auf der Fahrbahn gesehen haben. Die Polizei ging der Sache nach. Tatsächlich stellte sich heraus, dass es sich um keinen lebenden Elefanten handelte. Das Tier gehörte zu einem Karussell. Ein Lkw hatte die Figur auf der Autobahn verloren. (8. Februar)

Druckfehler des Jahres

Ein "W" zu viel hat der Stadt Düsseldorf in der heißen Phase des Eurovision Song Contest (ESC) eine peinliche Panne beschert: In dem Begleitheft zu dem Musikwettbewerb ist auf Seite 45 statt "Aktionstag der Schulen" als Programmpunkt "Aktionstag der Schwulen" gedruckt. Rund 100 000 Hefte mussten aus dem Verkehr gezogen und korrigiert werden, weil es für einen Neudruck zwei Wochen vor dem Finale des Wettbewerbs zu spät war. (28. April)

Liebeserklärung des Jahres

Ein vermeintlicher Herzanfall hat sich in Saarbrücken als Liebeserklärung entpuppt. Eine Passantin hatte einen jungen Mann auf dem Gehsteig knien sehen, der sich ans Herz fasste, und wählte den Notruf. Es stellte sich aber heraus, dass der Mann seiner Freundin nach einem Streit nur eine Liebeserklärung machen wollte. Deshalb ging er auf die Knie und fasste sich mit beiden Händen an die Brust: "Du brichst mir das Herz, wenn du jetzt gehst", bekniete er sie. (13. April)

Unterhemd des Jahres

Weil er seine Perücke mit einem Unterhemd ausgepolstert hat, um die Mindestgröße für den indischen Polizeidienst zu erreichen, ist ein Bewerber in Mumbai festgenommen worden. Nilesh Ramlal Bari hatte festgestellt, dass er das Gardemaß von 1,68 Metern um drei Zentimeter verfehlte - und stopfte deshalb kurzerhand sein Unterhemd unter das Haarteil. Beim Messen flog der Schwindel aber auf. (3. Dezember)

Nahkampf des Jahres

Beim Kampf Mann gegen Krokodil um einen Rasenmäher hat Monster-Krokodil Elvis in Australien zunächst gewonnen. Das 500-Kilogramm-Reptil in den besten Jahren schnappte nach dem Gerät mit laufendem Motor, als ein Wärter die Umgebung seines Beckens in einem Reptilienpark mähen wollte. Ein Kollege hielt das Ganze auf Video fest. "Elvis" biss sich zwei Zähne an dem zunächst noch laufenden Rasenmäher aus und ließ niemanden auch nur in die Nähe seiner Beute kommen. Die Wärter konnten ihn schließlich mit saftigem Kängurufleisch ablenken. Elvis ist fünf Meter lang und lebte zunächst an der Nordküste bei Darwin im Freien. Das etwa 50 Jahre alte Tier wurde vor drei Jahren eingefangen, nachdem es begonnen hatte, nach Booten zu schnappen. (28. Dezember)