Vermischtes

Promi-Abstürze 2011 - Wenn Männer für Skandale sorgen

Drogeneskapaden und Sexorgien konnten ihm nicht schaden, im Januar aber beleidigte Charlie Sheen (45) seinen Produzenten, und dann war es vorbei mit seiner Rolle in "Two and a Half Men".

In einem Radiointerview nannte er Chuck Lorre einen Scharlatan. Der Sender CBS stoppte die Produktion. Aber Sheen legte nach und nannte den Produzenten eine "vergiftete kleine Made". Anfang März feuerte der Konzern Warner Bros. Television Charlie Sheen nach acht Jahren und 178 Folgen. Ersetzt wurde er durch Ashton Kutcher. Und auch er blieb in diesem Jahr nicht skandalfrei - nach Gerüchten über mehrere Affären gaben er und seine Frau Demi Moore im November ihre Trennung bekannt.

Um Kopf und Kragen redete sich im Februar auch der britische Stardesigner John Galliano. Das Modehaus Christian Dior suspendierte den Kreativdirektor zunächst wegen antisemitischer Äußerungen in einem Pariser Restaurant. Dann wurde ein Internet-Video bekannt. Zu sehen ist, wie Galliano betrunken in einem Café zu jemandem sagt: "Ich liebe Hitler." Was uns zum nächsten Kandidaten bringt: Lars von Trier. Im Mai sagte der dänische Regisseur bei den Filmfestspielen in Cannes, er könne Adolf Hitler verstehen und sympathisiere mit ihm. Er entschuldigte sich, aber Präsident Gilles Jacob sagte später, Triers Aussagen hätten "der Reputation des Festivals geschadet".

Im August fiel der französische Schauspieler Gérard Depardieu aus der Rolle: Kurz vor dem Start eines Flugzeugs wollte er trotz Verbots noch rasch zur Toilette. Als die Stewardess ihn hinderte, urinierte er in eine Flasche. Diese aber war zu klein, einiges ging daneben. Depardieu wurde mit zwei Reisebegleitern aus dem Flugzeug geführt.

Vergleichsweise unauffällig wurde der Fall Mel Gibson abgeschlossen. Der Schauspieler bekannte sich der Körperverletzung an seiner Ex-Freundin Oksana Grigorieva schuldig. Er wurde zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.