Kirche

Heiligsprechung zweier Deutscher rückt näher

Die Heiligsprechung der aus Deutschland stammenden Missionarin Barbara Cope (1838-1918) und der Mystikerin Anna Schäffer (1882-1925) rückt näher. Die vatikanische Heiligsprechungskongregation erkannte in beiden Fällen jeweils eine medizinisch nicht erklärbare Heilung als Wunder an, das auf ihre Fürsprache gewirkt wurde.

Der Papst wird die Heiligsprechung zu einem späteren Zeitpunkt ankündigen.

Die am 23. Januar 1838 in Heppenheim an der Bergstraße geborene Cope hatte auf der Hawaii-Insel Molokai 35 Jahre lang Leprakranke gepflegt. Die Ordensfrau, als Kind deutscher Auswanderer in New York aufgewachsen, wurde als "Mother Marianne of Molokai" bekannt. Cope wurde 2005 seliggesprochen.

Die im bayerischen Mindelstätten geborene Schäffer war mehr als 20 Jahre lang schwer krank und litt an starken Schmerzen. Die Mystikerin führte mit zahlreichen Personen einen Briefwechsel über religiöse Fragen. Seit 1910 stellten sich an ihrem Körper Wundmale ein, die den Wundmalen Christi glichen. Schäffer wurde 1999 seliggesprochen.

Zudem wurde der Schweizer Nicolò Rusca (1563-1618) als Märtyrer anerkannt. Gleiches gilt für drei Gruppen von Ordensleuten, Priestern und Laien, die während des Spanischen Bürgerkriegs ermordet wurden. In weiteren Dekreten wurde der in Würzburg geborenen Ordensfrau Teresa Eleonora Ritz sowie sechs weiteren Katholiken der heroische Tugendgrad, eine Vorstufe zur Seligsprechung, zugesprochen.