Polizei

Großfahndung nach Schießerei mit zwei Verletzten in Bottrop

Bei einer Schießerei im Ruhrgebiet sind zwei Männer lebensgefährlich verletzt worden. Die Schüsse fielen am frühen Donnerstagabend mitten in einem Wohngebiet in Bottrop, zwischen einer Grundschule und einer Kirche.

Der unbekannte Schütze entkam. Möglicherweise waren es auch mehrere Täter. Die Polizei leitete eine Großfahndung ein. Auch ein Hubschrauber kam zum Einsatz.

Bei den Verletzten handelt es sich laut Polizei um zwei Bottroper Brüder im Alter von 24 und 25 Jahren. Einer der beiden kam per Rettungshubschrauber in eine Klinik der Nachbarstadt Essen. Der andere wurde mit einem Krankenwagen davongefahren. Die Glückaufstraße, an der Grundschule und Kirche liegen, war am Abend abgeriegelt. Am Tatort war eine kleine Blutlache zu sehen; ein Turnschuh lag auf dem Gehweg. Schaulustige beobachteten, wie die Feuerwehr zur Spurensicherung ein Zelt errichtete.

Einen direkten Bezug zu der Albrecht-Dürer-Schule gab es nach ersten Erkenntnissen der Ermittler nicht. "Der eigentliche Tatort befindet sich auf dem Gehweg vor der Schule", erläuterte Polizist Johann Klauck. Der Polizist versicherte, es seien viele Einsatzkräfte vor Ort: "Bei so einem Anlass wird mobilisiert, was wir haben."

Zur Zahl der Täter hatten die Ermittler zunächst keine gesicherten Erkenntnisse. "Da laufen jetzt im Moment noch die Vernehmungen von Zeugen, die Schüsse gehört haben", sagte Andreas Wilning-Weber, Sprecher der Polizei Recklinghausen. Unklar sei auch, ob sich der oder die Täter zu Fuß oder mit einem Auto davongemacht hätten. Die "Recklinghäuser Zeitung" berichtete online von zwei Tätern: Einer sei möglicherweise mit einem dunklen VW Golf geflohen, ein anderer zu Fuß. Die Polizei bestätigte diese Angaben jedoch nicht. Die Hintergründe der Tat waren noch unklar.