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Zuschauertäuschung: Berühmter Tierforscher wird wegen Doku-Serie kritisiert

Zuschauertäuschung

Berühmter Tierforscher wird wegen Doku-Serie kritisiert

Der renommierte britische Tierfilm-Pionier David Attenborough sieht sich Vorwürfen der Zuschauertäuschung ausgesetzt. Nach Angaben britischer Medien wirkte eine Dokumentation über die Geburt eines Eisbären, als wäre sie in freier Wildbahn am Nordpol gedreht - in Wirklichkeit aber kam der kleine Bär in einem niederländischen Zoo zur Welt. Dem Privatsender ITV sagte der 85-jährige Naturforscher: "Hätten wir die Kamera in die Höhle einer wilden Eisbärin gehalten, hätte sie entweder ihr Junges getötet oder den Kameramann." BBC erklärte, die Drehbedingungen würden vor jeder Sendung von Attenboroughs berühmter Doku-Serie "Frozen Planet" auf ihrer Internetseite genau erklärt. Die Erklärung wollte die Zeitung "The Independent" nicht hinnehmen und schlug vor, die Serie in "Frozen Zoo" umzutaufen.

Betrugsskandal

Beamter in Australien unterschlägt 16 Millionen Dollar

Ein australischer Gesundheitsbeamter ist wegen Betrugs in mehrfacher Millionenhöhe angeklagt worden. Nach drei Tagen auf der Flucht war der 36-Jährige am Montag festgenommen worden und erschien am Dienstag barfuß, unrasiert und in Gefängniskluft vor einem Gericht in Brisbane. Er soll bis zu 16 Millionen australische Dollar (zwölf Millionen Euro) staatlicher Gelder unterschlagen und damit seinen Lebensstil mit mehreren Luxus-Sportwagen und einem Meerblick-Apartment finanziert haben. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Der Fall ist laut Regierung einer der größten Betrugsskandale in der Geschichte Australiens.

Kriegsverbrechen

Serbe will Film von Angelina Jolie verbieten lassen

Ein serbisches Kriegsopfer hat scharfe Kritik an dem neuen Film von Angelina Jolie geübt. "In the Land of Blood and Honey" zeige Lügen und müsse im serbischen Teil von Bosnien-Herzegowina verboten werden, sagte der bosnische Serbe Branislaw Djukic, Leiter einer Vereinigung von serbischen Kriegsgefangenen aus der Zeit des Krieges von 1992 bis 1995. Obwohl er nur eine Vorschau gesehen habe, könne er sagen, dass Lügen gezeigt würden, sagte Djukic. Serben würden als die einzigen dargestellt, die während des Krieges Frauen vergewaltigt hätten. In dem Drama geht es um einen serbischen Soldaten, der seine Exfreundin, eine bosnische Muslimin, unter den Sexsklaven eines Lagers findet.

Kriminalität

Vater soll mit Söhnen seine Töchter missbraucht haben

Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen soll ein Vater im niedersächsischen Kreis Dithmarschen seine Töchter sexuell missbraucht haben. Das berichtete der Radiosender NDR 1 Welle Nord am Dienstag. Gegen den 48-Jährigen sowie die 16 und 18 Jahre alten Söhne wurde Haftbefehl erlassen. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Itzehoe sagte dem Sender, dass die drei Beschuldigten bereits am vergangenen Donnerstag in ihrer Wohnung in einem kleinen Dorf im Kreis Dithmarschen vorläufig festgenommen worden seien. Ihnen werde mehrfacher sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Aus ermittlungstaktischen Gründen und zum Schutz der Opfer machte der Behördensprecher keine weiteren Angaben zu dem Fall.