Kriminalität

Schmuggler hatte 89 Päckchen Kokain geschluckt

Polizisten am Congonhas-Flughafen im brasilianischen São Paulo trauten ihren Augen kaum, als sie die Röntgenaufnahme eines Dogenkuriers betrachteten. Denn im Bauch des 44-Jährigen steckten zwei Kilogramm Kokain.

Der Körper des Mannes, der in den Senegal reisen wollte, war buchstäblich vollgestopft mit Drogenpäckchen. Weil er einen britischen und einen nigerianischen Pass vorgezeigt habe, auf denen die Daten nicht übereinstimmten, wurden die Ermittler auf ihn aufmerksam.

Die insgesamt 89 Drogenpäckchen im Wert von 330 000 Euro wurden dem Mann, einem sogenannten Bodypacker, im Krankenhaus wieder aus dem Körper geholt. Ihm drohen nun bis zu 15 Jahre Haft. Bei dieser Form des Schmuggels besteht großes Risiko für das Leben des Bodypackers, wenn eines der Päckchen platzt. Dabei können die giftigen Wirkstoffe austreten und in großen Mengen über die Schleimhäute aufgenommen werden. Eine operative Entfernung gilt als sicherer als die natürliche Ausscheidung oder der Einsatz von Brechmitteln.