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Urteil: Hohe Haftstrafen im Prozess um Haussklavin

Urteil

Hohe Haftstrafen im Prozess um Haussklavin

Rund neun Monate hat ein Ehepaar aus Haßmersheim eine junge Frau wie eine Haussklavin gegen ihren Willen festgehalten. Am Montag verurteilte das Landgericht Mosbach das Paar wegen Geiselnahme zu mehrjährigen Haftstrafen. Der 51-jährige Mann erhielt wegen der Misshandlung der heute 21-Jährigen eine Freiheitsstrafe von acht Jahren und zehn Monaten. Seine 46 Jahre alte Frau wurde zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Beide hatten zuvor ein Teilgeständnis abgelegt. Ein Gutachter bescheinigte ihnen volle Schuldfähigkeit. Strafmildernd berücksichtigte das Gericht das Geständnis des Mannes. Er hatte zugegeben, die Frau, die freiwillig zu der Familie gezogen war, gegen ihren Willen festgehalten und in betrunkenem Zustand misshandelt zu haben.

Geständnis

Bankräuber konnte nach Überfällen nicht mehr schlafen

Nach zwei Überfällen auf eine Bank in Sachsen-Anhalt hat sich der Täter selbst gestellt - weil er nicht mehr gut schlafen konnte. Schon vergangene Woche habe der 55-Jährige auf einer Polizeiwache die beiden Banküberfälle im Mai 2008 und im April 2010 gestanden, teilte die Polizei in Halberstadt am Montag mit. Nach eigener Aussage hätten die Bilder der Überfälle den Mann aus Niedersachsen nachts immer wieder eingeholt, zudem habe er den Fahndungsdruck nicht mehr ausgehalten.

Totes Kind

13-Jährige offenbar vom eigenen Vater erschossen

Ein 13-jähriges Mädchen ist am Montag im niedersächsischen Stolzenau offenbar von ihrem Vater auf offener Straße erschossen worden. Ein Zeuge hatte am Nachmittag Schüsse gehört und daraufhin die Beamten alarmiert. Die Polizisten fanden später das tote Mädchen. Der mutmaßliche Täter ist auf der Flucht. Bekannte hatten die Bluttat beobachtet. Das Mädchen wollte den Aussagen der Zeugen zufolge gerade in ein Auto einsteigen, als der 35-Jährige schoss. Zwischen Vater und Tochter habe es schon seit längerem "Unregelmäßigkeiten" gegeben, sagte eine Polizeisprecherin. Die Mordkommission der Polizei Nienburg nahm die Arbeit auf.