Sicherheit

Noch immer lagern Riesenmengen Munition im Meer

Mehr als 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lagern noch immer gewaltige Mengen Bomben und Munition in Nord- und Ostsee. Allein in den deutschen Hoheitsgewässern werden mindestens 1,6 Millionen Tonnen konventionelle und weitere 5000 Tonnen chemische Munition vermutet.

Das ergab die Bestandsaufnahme einer Arbeitsgruppe von Behörden aus Bund und Ländern, die am Montag in Hamburg vorgestellt wurde. Diese Schätzung sei aufgrund der unklaren Datenlage besonders für die Ostsee aber wenig belastbar, heißt es in dem rund 1100 Seiten starken Bericht.

Eine großräumige und akute Gefahr gehe von den Kampfmitteln nicht aus, wohl aber eine latente. Sie sollten nach Expertenansicht rasch unschädlich gemacht werden. "Man muss sehen, dass man diese Sprengkörper möglichst schnell aus dem Wasser kriegt", sagte der Leiter des Kampfmittelräumdienstes Schleswig-Holstein, Oliver Kinast.