Esoterik

Weltuntergang findet laut Wissenschaftler doch nicht statt

So schnell geht die Welt nicht unter - jedenfalls nicht nach Überzeugung des deutschen Wissenschaftlers Sven Gronemeyer. Der Experte widerspricht Untergangspropheten, die anhand des Maya-Kalenders und einer rätselhaften Inschrift das Ende am 21. Dezember 2012 nahen sehen.

So wie er die Zeichen auf einer Steintafel entschlüsselt, beziehen sich die Hinweise auf den Übergang in eine neue Ära, nicht aber auf die Apokalypse.

Seine Erkenntnisse stellte der Ethnologe aus Nordrhein-Westfalen, der an der La Trobe University in Melbourne forscht, jetzt bei einem Fachgespräch von Maya-Experten in der Ruinenstätte Palenque im Süden Mexikos vor. Gronemeyer hat sich die Steintafel genau angesehen, die vor vier Jahren in der Ausgrabungsstätte Tortuguero am Golf von Mexiko gefunden wurde. Die Inschrift beschreibt nach seinen Worten die Rückkehr des Maya-Gottes Bolon Yokte mit Ablauf einer 13. Periode von 400 Jahren an einem Datum, das nach unserem Kalender dem 21. Dezember 2012 entspricht. An diesem Datum sei gar nichts Apokalyptisches, erklärte Gronemeyer. "Es ist die Erscheinung eines Gottes, und nicht unbedingt ein großer Sprung für die Menschheit."

Vergangene Woche hatte das Nationale Anthropologische Institut Mexikos von einer zweiten Inschrift auf einem Ziegel aus der Ruinenstätte Comalcalco nahe Tortuguero berichtet, die ebenfalls das Datum 2012 enthalten soll. Viele Fachleute bezweifeln indes, dass es sich um einen eindeutigen Bezug auf den angeblichen Weltuntergangstermin handelt, weil der Text nicht auf die Zukunft verweist. Das Institut versucht nach Möglichkeit, die Spökenkiekereien um das mysteriöse Datum zu unterbinden, die vor allem im Internet blühen. Dazu organisierte es unter anderem die Maya-Expertenrunde.