Strandgut

Sturmflut spült Kegelrobbenbabys an Amrumer Strand

Auf der Nordseeinsel Amrum kümmern sich Naturschützer um mehrere angespülte Kegelrobbenbabys. Die Jungtiere wurden vom Sturmtief "Yoda" an den Strand der Insel gespült.

Durch die starken Windböen sei der Wasserstand am Freitag und Sonnabend über einen Meter angestiegen und habe die nahe gelegene Sandbank Jungnamensand überschwemmt, wo die Tiere geboren wurden, sagte der Referent des Naturschutzvereins Jordsand, Dieter Kalisch, am Dienstag.

Die Kleinen seien bereits zwischen zehn und 14 Tage alt, dabei beginne die eigentliche Hauptwurfzeit erst Ende dieses Monats. Gefährlich ist der Aufenthalt auf der Insel für den Robbennachwuchs aber nicht. "Die Mütter kommen meist zweimal am Tag zu ihren Jungen, um sie zu säugen", sagt Kalisch. So kann der Besuch auf Amrum für die Kleinen bis zu drei Wochen dauern, dann ist die Säugezeit vorbei, und die Robben kehren ins Meer zurück. Meist werden die Jungtiere aber bereits nach zwei bis drei Tagen von ihren Müttern in die Nordsee zurückgeholt. Drei der Tiere wurden sogar zusammen mit ihren Müttern an den Amrumer Strand angespült. Für die Mütter ist es dann aber normal, wieder in die Nordsee abzutauchen und sich auf Futtersuche zu begeben.