Immobilien

Holländer bekommen zunächst nur Hälfte von Honeckers Jagdsitz

Die Zwangsversteigerung von Erich Honeckers früherem Jagdgrundstück wird zum zähen Ringen unter Gläubigern.

Das Amtsgericht Waren gab am Dienstag der holländischen Hotelgruppe Van der Valk zunächst den Zuschlag für eine Hälfte der Immobilie am Drewitzer See in Mecklenburg-Vorpommern.

Auf diesem Teil des Grundstücks steht auch das Jagdhaus des ehemaligen DDR-Staatschefs. Die Entscheidung über die zweite Grundstückshälfte wurde wegen rechtlicher Probleme auf den 13. Dezember verschoben.

Das 14 Hektar große Grundstück war 1998 vom Bremer Geschäftsmann Hans Holger Hagens von der Treuhand erworben worden, zusätzlich mit zahlreichen Ferienhäusern bebaut und als Jagd- und Naturparkresidenz vermarktet. 2009 ging seine Firma in Insolvenz. Vergangene Woche war die Immobilie in zwei Hälften versteigert worden. Für das Areal mit dem Honecker-Jagdhaus hatte Van der Valk 2,5 Millionen Euro geboten, für die zweite Hälfte 900 000 Euro. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, da ein weiterer Gläubiger Beschwerde einlegte.