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Reinfall: Serbisches Fernsehen verkündet falschen Nobelpreisträger

Reinfall

Serbisches Fernsehen verkündet falschen Nobelpreisträger

Das serbische Staatsfernsehen ist auf eine gehackte Internetseite hereingefallen und hat fälschlicherweise den serbischen Autor Dobrica Cosic als Gewinner des diesjährigen Literaturnobelpreises vermeldet. Wenige Minuten vor der offiziellen Bekanntgabe des Gewinners am Donnerstag in Schweden ernannte der Sender den 90-jährigen Cosic zum Preisträger. Der Sender war unbekannten Hackern aufgesessen, die eine der echten Internetpräsenz des Nobelpreiskomitees ähnelnde Seite ins Netz gestellt hatten.

Schlamperei

Autofahrer ist mehr als zehn Jahre als Phantom unterwegs

Keine Versicherung, keine Steuer - und auch keine Strafzettel: Mehr als zehn Jahre lang ist ein Mannheimer als Auto fahrendes "Phantom" unterwegs gewesen und war für die Behörden nicht auffindbar. Der heute 60-Jährige hatte im Jahr 2000 von privat ein Auto gekauft und dieses wegen Schlamperei nicht umgemeldet. Zudem hatte der Verkäufer den Kaufvertrag mit den Daten des Mannes zwischenzeitlich verloren, ließ aber bis zur Zwangsabmeldung 2006 die Kfz-Steuer noch von seinem Konto abbuchen. Der 60-Jährige war in den elf Jahren mit seinem Auto einige Male geblitzt oder beim Falschparken erwischt worden - die Behörden konnten aber nie ermitteln, wem das Auto gehört. Erst als sie in diesem Jahr die Suche intensivierten, fanden sie es in der Mannheimer Innenstadt und ließen es abschleppen. Diesmal schlampte der 60-Jährige nicht und erschien bei der Polizei, um es als gestohlen zu melden.

Revision

Mircos Mörder zieht vor den Bundesgerichtshof

Der Verteidiger von Mircos Mörder hat wenige Stunden vor Fristablauf gegen das Urteil Revision eingelegt. Verteidiger Gerd Meister hatte bereits unmittelbar nach der Urteilsverkündung angekündigt, er wolle vor den Bundesgerichtshof ziehen. Die Frist endete um Mitternacht. Der zehnjährige Mirco aus Grefrath war vor 13 Monaten von dem 45-jährigen Olaf H. am Niederrhein entführt, missbraucht und ermordet worden. Der geständige Mörder war am Donnerstag vergangener Woche vom Krefelder Landgericht zur Höchststrafe verurteilt worden: Lebenslange Haft mit besonderer Schwere der Schuld.