Handel

Goldener November schadet den Weihnachtsbäumen

Der goldene November mit Sonnenschein und anhaltender Trockenheit über Wochen ist Experten zufolge Gift für früh geschlagene Christbäume. "Es tut mir in der Seele weh, dass jetzt schon Bäume angeboten werden", sagte Meinolf Mütherich, Sprecher der NRW-Christbaum-Produzenten.

Ein Großteil der Bäume für Großabnehmer wie Baumärkte sei schon seit längerer Zeit geschlagen. Die Bäume, die bereits angeboten würden, lägen zum Teil schon zwei bis drei Wochen - bei Wind und Sonnenschein. "Das tut ihnen nicht gut", sagte Christoph Grüner, Sprecher des Landesbetriebs Wald und Holz in Arnsberg. Die Bäume hätten wegen der Trockenheit weniger Wasser gespeichert. Die Produzenten seien nicht glücklich damit, schon jetzt liefern zu müssen, sagte Mütherich. "Aber der Markt verlangt das."

Viel besser sei es, seinen Weihnachtsbaum erst später zu kaufen und Wert darauf zu legen, dass er "frisch geschlagen" sei. Grüner sieht noch einen anderen Nachteil bei früh geschlagenen Bäumen. "Bei solchen Bäumen muss man mit echten Kerzen noch einmal ganz besonders aufpassen", warnte er vor der erhöhten Feuergefahr.