Mord

"33 Jahre durch die Hölle" - Rentner tötet schlafende Ehefrau

Ein Rentner hat vor dem Landgericht Würzburg gestanden, seine Ehefrau an Heiligabend 2010 getötet zu haben. Der Mann ließ seinen Anwalt zum Prozessauftakt erklären, er habe die 77-Jährige "vorsätzlich getötet". Er sei "33 Jahre durch die Hölle gegangen".

Am 24. Dezember soll er um 4.19 Uhr seine schlafende Frau mit einem Messer attackiert haben. Als sie erwachte, soll er ihr einen Schnitt quer über den Hals zugefügt haben. Anschließend habe er seiner Frau mit einem Hammer mehrmals gegen den Kopf geschlagen und sie dadurch getötet, sagte Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen. Kennengelernt hatten sich Täter und Opfer im Jahr 1978, als der damals obdachlose Mann nach einem Herzinfarkt in eine Klinik eingeliefert wurde, in der die Frau als Krankenschwester arbeitete. "Sie war wohl die Dominierende, die ihn sehr umsorgt, aber auch gegängelt hat", sagte Martin Hinterseer von der Kriminalpolizei. Ein halbes Jahr vor der Tat hatte der Angeklagte 5000 Euro abgehoben und seine eigene Entführung vorgetäuscht. "Ich wollte aus allem raus", sagte er. Nach dem Mord war er ins Allgäu geflohen und dort im Januar festgenommen worden, seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.