Dienstwaffen

Neue Spur im Polizistenmord von Heilbronn

Mehr als vier Jahre nach dem Mord an einer Thüringer Polizistin in Heilbronn gibt es endlich eine entscheidende Spur.

In Eisenach sind die Dienstwaffen der im April 2007 in Heilbronn getöteten Polizistin und ihres schwer verletzten Kollegen gefunden worden. Der thüringische Innenminister Jörg Geibert (CDU) bestätigte am Montag, dass die Waffen, die den beiden Beamten geraubt worden waren, nach einem Bankraub in einem ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach entdeckt wurden. Die Polizei muss in diesem Zusammenhang auch eine Wohnhausexplosion in Zwickau aufklären.

In dem Caravan sind laut Innenminister auch die Leichen zweier Männer entdeckt worden, die für Banküberfälle am Freitag in Eisenach und im September in Arnstadt verantwortlich gemacht werden. Bei den beiden Toten in dem Wohnmobil in Eisenach handelt es sich nach Polizeiangaben um zwei Männer im Alter von 34 und 38 Jahren. Die beiden sollen zusammen mit einer Frau in einer Wohnung in Zwickau gelebt haben, die wenige Stunden nach dem Banküberfall vom Freitag explodiert war. Nach der bislang noch nicht identifizierten Frau wird gefahndet.

Die 22-jährige Polizistin war am 25. April 2007 auf einer Heilbronner Festwiese mit einem Kopfschuss getötet worden. Ihr Kollege überlebte schwer verletzt, er lag wochenlang im Koma. Bekannt wurde der Fall auch durch eine Fahndungspanne: Monatelang suchten Ermittler nach einem Phantom. DNA-Spuren der unbekannten Frau waren an mehr als 35 Tatorten gefunden worden.

Im März 2009 räumten die Ermittler schließlich ein, dass die Spuren von einer Arbeiterin stammten, die mit den Taten nichts zu tun hatte. Sie war beim Verpacken mit den Wattestäbchen in Kontakt gekommen, die für die Spurensuche benutzt wurden.