Tierwelt

Florida: Fünf Meter lange Pythonschlange frisst Hirsch

In den Everglades-Sümpfen in Florida hat eine fast fünf Meter lange Burmesische Pythonschlange einen ausgewachsenen Hirsch gefressen. Ein Sprecher der Wildtierbehörde erklärte am Wochenende, Mitarbeiter hätten das Tier am Donnerstag gefunden und getötet.

Die Schlange sei eine der größten, die jemals in Südflorida entdeckt worden sei. Sie habe kurz vor ihrem Tod einen etwa 35 Kilogramm schweren Hirsch gefressen. Der Fang trage aber nun dazu bei, die zunehmende Ausbreitung von Pythons nach Norden einzudämmen.

Laut einer Studie des amerikanischen Wissenschaftlers Frank Mazzotti aus dem Jahr 2008 nimmt die Zahl der Pythons in den US-Südstaaten stark zu. Das Problem hat offenbar vor allem mit Menschen zu tun: Meist werden die Schlangen als Haustiere in das Land eingeführt und später einfach in der Natur ausgesetzt.

Im Süden Floridas beispielsweise wurden laut der Studie zwischen 2002 und 2005 über 200 Pythons gefangen. 2007 waren es dann bereits 418 solcher Riesenschlangen. Der Tigerpython gilt als eine der längsten Schlangen. Er lebt meist in den Dschungeln Südostasiens. Die Burmesische Python, die mehr als 10 Meter lang werden kann, gedeiht in den Sümpfen Floridas besonders prächtig: Mehr als 150 Exemplare sollen heute in den Everglades leben. Sie können ganze Alligatoren verschlingen.