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Ermittler schließen Kannibalenmord in der Südsee aus

Im Fall des in der Südsee vermissten deutschen Weltumseglers haben die Ermittler einen Kannibalenmord ausgeschlossen. "Das ist absurd", zitierte die Regionalzeitung "Les Nouvelles de Tahiti" den zuständigen Staatsanwalt José Thorel.

Nichts stütze derzeit eine solche These. Internationale Medien hatten spekuliert, dass der seit mehr als einer Woche vermisste Deutsche Opfer von einem oder mehreren Menschenfressern geworden sein könnte. Der Mann aus Haselau im Kreis Pinneberg verschwand unter mysteriösen Umständen auf einer polynesischen Insel. An einer Feuerstelle auf der Insel Nuku Hiva entdeckten Gendarmen kurz nach dem Verschwinden Knochen und Kleiderreste. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass sie von dem Verschwundenen stammen. Vor allem die gefundenen Zahnelemente scheinen dem Vermissten gehört zu haben.

Nach ersten Ermittlungen war der Deutsche kurz vor seinem Verschwinden mit einem einheimischen Jäger zu einer Tour aufgebrochen. Seine 37 Jahre alte Begleiterin blieb zurück. Die Deutsche gab nach Angaben der Zeitung "Dépêche de Tahiti" an, ihren Freund seitdem nicht mehr gesehen zu haben.